Angebot

Abschreibung: Definition und Methoden

Definition 

Ein Angebot ist die Bereitschaft eines Anbieters, einem potenziellen Kunden Waren oder Dienstleistungen zu bestimmten Bedingungen zu überlassen. Es handelt sich um eine verbindliche Offerte, die das Interesse des Kunden an einem Kaufvertrag wecken soll. Ein Angebot legt nicht nur die Art und Menge der Produkte oder Dienstleistungen fest, sondern enthält auch Informationen wie Preis, Rabatte, Lieferbedingungen, Zahlungsmodalitäten, Garantien und andere relevante Konditionen. Es kann schriftlich, mündlich oder elektronisch übermittelt werden und bildet die Grundlage für die Verhandlungen zwischen Anbieter und Kunde. Sobald der Kunde das Angebot annimmt, entsteht ein rechtlich bindender Vertrag zwischen den Parteien.

Bestandteile eines Angebots

Ein Angebot sollte verschiedene Daten und Informationen enthalten, um dem potenziellen Kunden alle relevanten Informationen für seine Kaufentscheidung zu liefern.

 

  1. Name und Adresse sowohl des Anbieters als auch des potenziellen Kunden 
  2. Detaillierte Bezeichnung, Beschreibung, Menge und Preis der angebotenen Produkte oder Dienstleistungen 
  3. Allgemeine Vertragsbedingungen, einschließlich Liefer- und Zahlungsvereinbarungen und Gültigkeitsdauer des Angebots 

 

Je nach Art des Geschäfts oder der Branche können möglicherweise weitere Angaben erforderlich sein, um das Angebot vollständig zu machen. Wenn jedoch alle relevanten Daten aufgeführt sind, ist das Angebot in der Regel bereits rechtlich bindend. 

Tipp:

Bei der Erstellung eines Angebots gibt es folgende wichtige Punkte zu beachten: Das Angebot sollte präzise und klar formuliert sein, um mögliche Missverständnisse zu vermeiden. Das Angebot sollte weiterhin alle relevanten Informationen enthalten, die oben genannt wurden und es sollte klar kommuniziert und in angemessener Form übermittelt werden, sei es schriftlich, elektronisch oder mündlich. 

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Wie sieht ein Angebot aus? 

Die schriftliche Form wird oft als gängige Form für ein Angebot verwendet, da sie die Verbindlichkeit des Angebots dokumentiert und Missverständnisse vermeidet. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Angebot zu erstellen, am besten geschieht dies mithilfe einer Software wie Billomat. Es ist wichtig zu beachten, dass der Preis im Angebot festgelegt ist und normalerweise nicht nachträglich geändert werden kann. Mittels sogenannter Freizeichnungsklauseln sichern sich Unternehmen in der Praxis ab. Mit einem kurzen Vermerk wie „Unverbindliches Angebot“ oder „Angebot gilt, solange der Vorrat reicht“, können Unternehmen ihre Rechtsbindung aufheben und im Nachhinein begründete Veränderungen vornehmen. 

 

Ein typisches Angebot für einen Kunden sieht folgendermaßen aus:

 

Kopfzeile:

 

Die Kopfzeile beinhaltet meistens allgemeine Informationen wie Name, Adresse und Kontaktdaten des Unternehmens, sowie das Datum und die Angebotsnummer.

 

Betreffzeile:

 

In der Betreffzeile kommt eine prägnante Zusammenfassung des Angebots, z. B. „Angebot für [Produkt/Dienstleistung]“ und in der Einleitung eine kurze Einführung oder Begrüßung des Kunden.

 

Beschreibung:

 

Danach erfolgt die detaillierte Beschreibung der angebotenen Produkte oder Dienstleistungen mit Spezifikationen, Merkmalen, Größen, Farben und anderen relevanten Details, wie zum Beispiel der Anzahl oder der Menge, dem Preis pro Einheit und dem Gesamtpreis für das Angebot.

 

Details zu Liefer- oder Zahlungsbedingungen:

 

Im Anschluss werden die Angaben zum Rabatt, sofern zutreffend, sowie Informationen zur Lieferung der Produkte oder zur Durchführung der Dienstleistungen aufgeführt. Dies beinhaltet Details wie den Lieferzeitpunkt, die Versandart oder den Zeitplan für die Erbringung der Dienstleistungen.

Des Weiteren werden die Zahlungsbedingungen genannt: die akzeptierten Zahlungsmethoden (z. B. Überweisung, Kreditkarte, PayPal) sowie Zahlungsziel und -modalitäten (z. B. Vorauszahlung, Ratenzahlung). 

 

Schlusstext:

 

Abschließend wird die Gültigkeitsdauer des Angebots angegeben, gefolgt von den Kontaktdaten und einer freundlichen Schlussformulierung und der Bitte um eine Rückmeldung oder Annahme des Angebots. 

Sehr geehrter Herr/Frau [Kundenname], 

vielen Dank für Ihr Interesse an unseren Website-Entwicklungsdienstleistungen. Wir freuen uns, Ihnen unser Angebot für die Erstellung einer professionellen und ansprechenden Website präsentieren zu können. 

Unser Angebot umfasst folgende Leistungen:  

  • Konzepterstellung: 
  • Website-Design und Entwicklung 
  • Tests und Optimierung 

 Preis: [Gesamtpreis des Projekts ohne Rabatt] 

Abzüglich 5% Rabatt 

Preis: [Neuer Gesamtpreis des Projekts] 

Lieferbedingungen: Die Fertigstellung erfolgt innerhalb von [Zeitrahmen]. Die Lieferung erfolgt digital per E-Mail oder Downloadlink. 

Zahlungsbedingungen:  
– 30% Anzahlung bei Auftragserteilung  
– 50% Zwischenzahlung nach Abschluss des Designs  
– 20% Restzahlung nach erfolgreicher Bereitstellung der Website 

Gültigkeitsdauer: Dieses Angebot ist gültig bis zum [Datum]. Preise und Bedingungen können sich nach diesem Datum ändern. 

Wir sind überzeugt, dass wir Ihre Erwartungen übertreffen können und Ihnen eine Website liefern, die Ihr Unternehmen erfolgreich im digitalen Raum repräsentiert. Bei weiteren Fragen oder um das Angebot anzunehmen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. 

Vielen Dank für Ihr Vertrauen!  

Mit freundlichen Grüßen,

[Name] [Unternehmensname]  

[Kontaktdaten: Adresse, Telefonnummer, E-Mail] 

 

Was ist der Unterschied zwischen Angebot und Kostenvoranschlag? 

Ein Angebot und ein Kostenvoranschlag sind beides Instrumente, die verwendet werden, um Kunden Informationen über die Kosten von Produkten oder Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen. Allerdings gibt es einen Unterschied in der rechtlichen Verbindlichkeit und dem Zweck dieser Dokumente: 

 

Angebot: Ein Angebot ist eine verbindliche Offerte, die der Anbieter einem potenziellen Kunden unterbreitet. Es legt die Bedingungen für den Abschluss eines Vertrags fest, einschließlich Preis, Menge, Liefer- und Zahlungsbedingungen. Ein Angebot kann rechtlich bindend sein, sobald der Kunde es annimmt. Das bedeutet, dass bei Annahme des Angebots ein rechtsverbindlicher Vertrag zwischen den Parteien entsteht. 

 

Kostenvoranschlag: Ein Kostenvoranschlag ist eine Schätzung der erwarteten Kosten für Produkte oder Dienstleistungen, die ein Anbieter einem potenziellen Kunden zur Verfügung stellt. Im Gegensatz zu einem Angebot ist ein Kostenvoranschlag nicht verbindlich. Er dient lediglich dazu, dem Kunden eine grobe Vorstellung von den voraussichtlichen Kosten zu geben. Ein Kostenvoranschlag kann auf Basis der Informationen erstellt werden, die dem Anbieter zum Zeitpunkt der Erstellung zur Verfügung stehen, kann aber je nach Umfang und Komplexität des Projekts auch später noch variieren.

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