Amortisationsdauer

Die Dauer, bis eine Schuld beglichen oder eine Investition finanziell ausgeglichen ist, wird Amortisationsdauer genannt, im Englischen auch als „Payback-Period“ bezeichnet.

 

Im wirtschaftlichen Zusammenhang umfasst der Ausdruck Amortisation zwei unterschiedliche Vorgänge. Zum einen beschreibt er die Rückzahlung von Schulden durch den Schuldner. Zum anderen wird unter Amortisierung der Prozess verstanden, bei dem sich eine Investition durch die daraus resultierenden Einnahmen oder Kosteneinsparungen selbst trägt.

Was versteht man unter der Amortisationsdauer?

Unternehmensfinanzierung befasst sich häufig mit der Planung von Budgets. Ein zentrales Konzept, das Finanzanalysten in Unternehmen beherrschen sollten, ist die Bewertung unterschiedlicher Investitionen oder betrieblicher Vorhaben, um die profitabelste Option zu identifizieren. Hierfür ermitteln sie oft, wie lange es dauert, bis sich eine Investition amortisiert hat.

 

Die Amortisationsdauer bezeichnet den Zeitraum, der nötig ist, um die Ausgaben für eine Investition wieder einzuspielen. Diese Zeitspanne ist entscheidend für die Entscheidung über eine Investition, da lange Amortisationsdauern in der Regel unerwünscht sind. Im Gegensatz zu anderen Methoden wie dem Barwert, dem internen Zinssatz und dem diskontierten Cashflow, wird beim Berechnen der Amortisationsdauer oft der Zeitwert des Geldes nicht berücksichtigt.

Wie wird die Amortisationsdauer berechnet?

Berechnung der Amortisationszeit

Es gibt zwei Berechnungsmethoden für die Amortisationsdauer: die statische und die dynamische Amortisationsrechnung.

 

Bei der statischen Methode werden die durch eine Investition generierten Überschüsse oder Einsparungen summiert und durch die Nutzungsdauer geteilt, um den durchschnittlichen jährlichen Überschuss zu erhalten. Die Investitionskosten werden dann durch diesen Durchschnittswert geteilt, um die Amortisationsdauer zu bestimmen.

 

Die dynamische Methode ist komplizierter und berücksichtigt den Zeitwert des Geldes, indem zukünftige Cashflows abgezinst werden, um die diskontierte Amortisationszeit zu ermitteln. Diese Methode zielt darauf ab, die Jahre zu berechnen, die nötig sind, um die ursprünglichen Ausgaben durch abgezinste zukünftige Cashflows auszugleichen, und ermöglicht Unternehmen, die Investition basierend auf dem Break-Even-Datum der diskontierten Cashflows zu bewerten.

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