Amazon Händler werden: Schritt für Schritt zum eigenen Amazon Shop

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Du verpasst über die Hälfte des potenziellen Marktes, wenn Du Deine Ware nicht auch bei Amazon verkaufst. Diese Reichweite solltest Du als Online-Händler natürlich nutzen, denn der Aufbau eines eigenen Amazon Shops ist gar nicht so schwer. Zusammen mit dem Amazon-Experten Jens Lindner von AMZPro zeigen wir Dir in diesem Beitrag, wie Du im Amazon Marketplace starten kannst.

  1. Warum Du bei Amazon verkaufen solltest!
  2. Lohnt sich der Einstieg noch?
  3. Die Voraussetzungen: Was musst Du tun, um Amazon Verkäufer zu werden?
  4. Deine ersten Schritte im Amazon Marketplace
  5. So unterstützt aifinyo Amazon-Händler.

Warum Du bei Amazon verkaufen solltest!

Der Amazon Marketplace bietet den großen Vorteil, dass dort Händler und Kunden direkt zusammengeführt werden. Kunden finden dort eine große Auswahl an Produkten vor, während Händler gleich Zugang zu einem großen Zielpublikum haben. Denn Amazon gilt mit über 150 Millionen zahlenden Prime-Abonnenten und  einem Umsatz von 386 Milliarden US-Dollar als weltweit größter Online-Shop. Allein in Deutschland entfallen etwa 58 Prozent des Umsatzes im eCommerce auf Amazon. Dabei greifen die Kunden durchschnittlich 41 Mal im Jahr auf den Online-Marktplatz zu. Eine solche Reichweite und Kundenbindung mit dem eigenen Online-Shop aufzubauen, ist nahezu unmöglich.

Wusstest Du, dass aifinyo auch gezielt Amazon-Händler unterstützt?
Unsere Warenfinanzierung ist direkt auf die Bedürfnisse von Online-Händlern zugeschnitten.

Bei Amazon verkaufen: Lohnt sich der Einstieg noch?

Viele Produkte sind bereits tausendfach vertreten. Und auch die Zahl der Amazon Seller nimmt Jahr für Jahr beträchtlich zu. Bei dieser Konkurrenzsituation scheuen viele Händler den Aufwand und meinen der Einstieg bei Amazon lohne sich nicht mehr.

Doch bedenke: Auch die Zahl der Kunden steigt stetig. Gerade das in der Corona-Pandemie geänderte Kaufverhalten trägt dazu bei, dass mehr und mehr Kunden online bestellen und Amazon für sich entdecken. Dieses Verhalten wird vermutlich auch in der Zeit nach der Krise bestehen bleiben.

Das bedeutet, die Konkurrenz ist zwar groß, aber auch der potenzielle Markt wird immer größer. Unserer Meinung nach lohnt es sich deshalb noch immer Amazon-Händler zu werden. Jedoch musst Du mehr denn je darauf achten, Deinen Kunden einen echten Mehrwert und Service zu bieten. Mit herausragenden USPs und optimierten Produktlistings schafft man es auch jetzt noch sich bei der Konkurrenz durchzusetzen.

Amazon ist – heute viel mehr als früher – der Platzhirsch in Bezug auf eCommerce. Kein Online Handel kann es sich seriös leisten dort nicht anzubieten. Durch diese unglaublich Marktakzeptanz haben gerade Anfänger und kleine Händler gute Chancen dort sehr erfolgreich ins Business einzusteigen. Wer jetzt einsteigt und seine Hausaufgaben professionell abarbeitet, wird auf dem Marktplatz erfolgreich sein, da es noch enorm viel Potenzial und Nischen gibt, die nicht oder nur wenig professionell abgedeckt werden.

Jens Lindner | Founder & CFO von AMZPro Limited

Die Voraussetzungen: Was musst Du tun, um Amazon Verkäufer zu werden?

Bevor Du Deine eigenen Produkte bei Amazon verkaufen kannst, musst Du einige Vorbereitungen treffen, um möglichst erfolgreich und rechtssicher starten zu können. Das bedeutet zunächst, dass Du Dir Gedanken darüber machen musst, welche Produkte Du mit maximalem Erfolg verkaufen kannst. Außerdem musst Du wissen, welche rechtlichen Voraussetzungen für die gewählte Produktart und dem Online-Handel im Allgemeinen bestehen.

1.     Über das Produktportfolio im Klaren werdenDu möchtest Amazon Verkäufer werden? Dann musst Du Dir natürlich zunächst darüber klar werden, welche Produkte Du verkaufen möchtest. Eine umfassende Produktrecherche für Amazon ist das A und O, um erfolgreich zu sein. Dabei können Dir verschiedene Tools helfen.

Jens Lindner gibt auf seinem Youtube-Kanal Tipps, wie man das passende Produkt für seinen Amazon-Shop finden kann.

Du hast eine Produktidee? Dann musst Du folgende Fragen beantworten können, um Amazon Händler zu werden:

  • Wer ist meine Zielgruppe? Wer braucht mein Produkt?
  • Wie sieht die Konkurrenz aus? Wie sind die aktuellen Verkaufspreise?
  • Wo kann ich das Produkt in guter Qualität möglichst kostengünstig beziehen?
  • Wie soll das Produkt verpackt und versendet werden?
  • Wie sieht die Finanzplanung für mein Amazon Business aus?
  • Wo erhalte ich EAN (bzw. EORI-Nummern), damit eine eindeutige Identifikation meiner Produkte möglich ist.

2.     Die rechtlichen Voraussetzungen für das Verkaufen auf Amazon beachtenGewerbeschein & Rechtsform
Bei Amazon zu verkaufen stellt in der Regel eine gewerbliche Tätigkeit dar. Um diese ausüben zu dürfen, benötigst Du einen Gewerbeschein. Diesen erhältst Du bei dem für Dich zuständigen Gewerbeamt. Meist kannst Du diese Anmeldung vor Ort ausfüllen und damit direkt Dein Unternehmen gründen. Zusätzlich brauchst Du noch eine Umsatzsteueridentifikationsnummer, die Du vom Finanzamt erhältst.

Einsteiger wählen bei der Rechtsform häufig zunächst das Einzelunternehmen oder die GbR. Darüber hinaus könntest Du auch eine UG oder eine GmbH gründen. Um hier die richtige Wahl für Deinen Amazon Shop zu treffen, solltest Du Dich mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen dieser Rechtsformen auseinandersetzen.

Erstellung von AGB, Datenschutzerklärung & Impressum
Bevor Du bei Amazon verkaufen kannst, musst Du auch folgende, rechtliche Dokumente erstellen und für Deinen Shop zur Verfügung stellen.

  • AGB: Es besteht zwar keine grundsätzliche Pflicht AGBs zu formulieren, aber dort kannst Du Angaben zum Widerrufsrecht machen, welche ohne ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung automatisch 12 Monate betragen würde. Außerdem stiftet das Vorhandensein von AGBs Vertrauen und Du kannst dort weitere Hinweise zu Zahlungsmöglichkeiten und Gewährleistung platzieren.
  • Impressum: Amazon Seller unterliegen der Impressumspflicht. Bevor Du also mit dem Verkauf starten kannst, musst Du ein Impressum erstellen und in Deinen Shop einbinden.
  • Datenschutzerklärung: Auch als Amazon-Händler ist es nach der DSGVO nötig eine Datenschutzerklärung für seinen Shop zu erstellen.

Geschäftskonto eröffnen
Ein Geschäftskonto zu eröffnen ist zwar keine Pflicht, wenn Du Amazon-Händler werden möchtest. Dennoch erleichtert es Dich in Deiner Arbeit. Denn so lassen sich Privates und Geschäftliches einfacher trennen und Du behältst den Überblick über Einnahmen und Ausgaben. Auch Dein Steuerberater für Dich für diese Umsicht lieben.

Amazon-Seller werden: Deine ersten Schritte im Amazon Marketplace

Um auf dem Amazon Marketplace zu verkaufen, musst Du Dir zunächst einen Amazon Seller Account zulegen. Dabei hast Du die Wahl zwischen zwei Modellen – nämlich dem Basiskonto und dem professionellen Verkäuferkonto.

Basiskonto Professionelles Verkäuferkonto
– Bis zu 40 Bestellungen im Monat
– Keine monatliche Grundgebühr
– Bei Verkauf Gebühr von $ 0,99 pro Artikel fällig
– Keine Begrenzung auf Verkäufe
– Monatliche Gebühr von $ 39,99
– Keine Gebühr pro Artikel

Wer professionell und in großen Maßstäben bei Amazon verkaufen möchte, sollte direkt das professionelle Verkäuferkonto wählen. Denn mit den 40 Bestellungen, die man im Basiskonto monatlich abwickeln darf, kommt man natürlich nicht weit. Wer sich jedoch erst einmal mit wenigen Produkten ausprobieren möchte, kann das zunächst das Basiskonto wählen und später dann upgraden.

Je mehr Du auf Amazon verkaufst, umso mehr musst Du an Waren einkaufen.
Mit der Einkaufsfinanzierung von aifinyo musst Du dabei nicht mehr mit

Deinem eigenen Geld in Vorleistung gehen.

Wähle eine Fulfillment-Methode

Du hast Dich für einen Account entschieden? Nun musst Du Dich für eine Fulfillment-Methode entscheiden. Dabei hast Du die Wahl zwischen Fulfillment by Merchant (FBM) oder Fulfillment by Amazon (FBA). Ersteres bedeutet, dass Du die Produkte selbst lagern, verpacken und versenden musst. Beim FBA hingegen übernimmt Amazon all diese Aufgaben für Dich. Dieser zusätzliche Service schlägst sich dann aber auch in höheren Gebühren für Dein Business nieder.
Vorteile von FBA Nachteile von FBA
– Kein eigenes Lager nötig (Produkte lagern bei Amazon)
– Amazon übernimmt Verpackung und Versand
– Retouren wickelt Amazon ab
– Amazon übernimmt Kundenservice
– Keine Versandkosten für Deine Kunden
– Deine Produkte werden über Amazon Prime geboten und so auch besser gefunden
– Keinen Einfluss auf die Bestellungen, da alles über Amazon agewickelt wird
– Pakete können nicht mit eigenem Logo versehen werden (Amazon-Branding)
– Überblick über Warenbestand ist schwieriger
– Bei FBA sollte man nie ausverkauft sein, da das Ranking sonst ganz schnell abfällt

Amazon Vendor vs. Amazon Seller: Worin besteht der Unterschied?

Ein Amazon Seller kann jeder werden, der Waren bei Amazon verkaufen möchten. Den Status „Vendor“ erhalten jedoch nur diejenigen, die ihn von Amazon angeboten bekommen. Als Vendor lieferst du ausschließlich die Ware, während Amazon dir alle weiteren Schritte (Marketing, Logistik, Kundenservice) abnimmt. Die Vorteile für Dich bestehen darin, dass deine Produkte in der Regel besser gefunden werden und somit auch deine Absätze steigen. Du verlierst jedoch auch deinen Einfluss auf die Preisgestaltung und auch die Kundenkommunikation erfolgt direkt über Amazon. Das macht es dir schwer, langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen.

Erstelle und optimiere Dein Produktlisting

Bevor Du Deine ersten Produkte verkaufen kannst, musst Du sie zunächst im Amazon Marketplace auffindbar machen. Das bedeutet, dass Du Deine Produkte bei Amazon einpflegen und mit entsprechenden Bildern und Produktbeschreibungen versehen musst. Wenn Du erfolgreich bei Amazon verkaufen möchtest, darfst Du diesen Punkt nicht vernachlässigen. Besonderes Augenmerk solltest Du auf die folgenden Themen setzen:

Produktbilder: Alle auf Amazon hochgeladenen Produktbilder sollten den Seller-Richtlinien entsprechend in guter und hochauflösender Qualität vorhanden sein. Eine schlechte Bildqualität kann sich negativ auf Dein Ranking auswirken. Du solltest zudem Dein Produkt umfassend und wahrheitsgetreu, ohne falsche Werbeversprechen abbilden.

Beschreibung: In der Beschreibung hast Du wirklich Platz, um ausführlich über die Vorteile Deiner Ware zu referieren. Daher solltest Du diesen Platz gut nutzen und Deine Verkaufsargumente ansprechend im Produktlisting transportieren.

Bullet Points: Nutze Deine Bullet Points clever! Überzeuge Deine Kunden in maximal fünf Punkten von Deinem Produkt. Heben Sie die Hauptmerkmale hervor. Welchen Mehrwert bietet es? Wozu braucht man es? Welche Vorteile hat der Kunde davon? Vergiss jedoch nicht, auch relevante Keywords einzusetzen.

Kundenfragen: Auf Amazon haben Kunden auch die Möglichkeit Fragen zum Produkt zu stellen, die der Händler beantworten kann. Nutze diese Funktion ruhig. Antworte, auf die wichtigsten Fragen, die Ihre Kunden stellen. Denn die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass auch andere Interessenten ähnliche Fragen haben. Sind diese dann schon beantworten, konvertieren sie möglicherweise eher.

Amazon Händler werden: aifinyo unterstützt Dich auf Deinem Weg!

In diesem Beitrag haben wir nur Deine ersten Schritte im Amazon Marketplace aufgezeigt. Wir glauben an Deinen erfolgreichen Start und sind zuversichtlich, dass Du nach und nach immer mehr Produkte bei Amazon verkaufen kannst. Doch je mehr Du verkaufst, umso mehr Ware muss vorfinanziert werden. Wenn Deine eigenen Mittel dafür nicht mehr ausreichen, unterstützt Dich aifinyo. Mit unserer unkomplizierten Warenfinanzierung, speziell für Amazon Seller, erhältst Du eine individuelle Einkaufslinie, die Du fortlaufend für den Einkauf bei Deinen Lieferanten nutzen kannst. So bleibst Du jederzeit lieferfähig und liquide.

Mehr zu aifinyo-Warenfinanzierung für Amazon Seller erfährst Du auch in diesem Videointerview, das aifinyo mit AMZPro geführt hat.

https://youtu.be/cYCz4R3RTTU