Net Working Capital – Wie liquide ist Ihr Unternehmen?

09. März 2022

Liquidität

Inhaltsübersicht

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      Was ist das Net Working Capital?

      Das Net Working Capital – auch Nettoumlaufvermögen genannt – ist eine Kennzahl, die sich anhand der Unternehmensbilanz berechnen lässt. Das Net Working Capital gibt Auskunft über die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens. Es beschreibt den Teil des Vermögens, der kurzfristig und zinslos im Unternehmen vorhanden ist, um kurzfristige Verbindlichkeiten (z. B. Kauf von Inventar oder das Bezahlen kurzfristiger Rechnungen) aus eigenen Mitteln zu bezahlen – ohne Fremdmittel oder Eigenkapital dazu aufzuwenden. Das Net Working Capital ist also kein langfristiger Vermögensspeicher. Das Geld bleibt im Umlauf, also nur kurzfristig im Unternehmen.

      Grundsätzlich gilt: Mehr Nettoumlaufvermögen hilft einem Unternehmen, seine Geschäfte zu führen. Je höher das Net Working Capital, desto gesicherter sind also Liquidität und Beweglichkeit des Unternehmens. In diesem Fall spricht man von positivem Net Working Capital. Ist der Wert negativ, benötigt das Unternehmen Fremdkapital für seine Geschäfte – das wirkt sich auf Dauer ungünstig auf das Unternehmen aus.

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      Net Working Capital berechnen – Formel und Beispiel

      Die Formel zur Berechnung des Net Working Capital lautet:

      Umlaufvermögen – liquide Mittel – kurzfristige Verbindlichkeiten = Net Working Capital

       

      Schwierig zu verstehen? An diesem Beispiel wird es deutlich:

       

      Nehmen wir an, wir seien Inhaber eines Buchladens. Um das Net Working Capital zu berechnen, schauen wir uns nun unsere Bilanz an. Auf der Aktiva-Seite müssen wir das Umlaufvermögen addieren. Das könnte so aussehen:

       

       

      Bücher im Verkauf: 50.000 Euro

      + Liquide Mittel:         30.000 Euro

      + Wertpapiere:           10.000 Euro

      + Forderungen und

      sonstige Vermö-

      gensgegenstände     25.000 Euro

      Umlaufvermögen:   115.000 Euro

       

      Nun ziehen wir die liquiden Mittel wieder ab, weil diese nicht im Net Working Capital enthalten sein sollen:

       

      115.000 Euro – 30.000 Euro liquide Mittel = 85.000 Euro

       

      Im letzten Schritt müssen wir uns die Passiva-Seite unserer Bilanz ansehen, denn wir müssen unsere kurzfristigen Verbindlichkeiten ermitteln und dann ebenfalls abziehen. Im Beispiel des Buchladens könnte es folgende kurzfristige Verbindlichkeiten geben:

       

      Bestellungen bei Lieferanten: 5.000 Euro

      + Steuern und Sozialabgaben:   8.000 Euro

      + Gehaltszahlungen:                  15.000 Euro

      Kurzfristige

      Verbindlichkeiten:                 28.000 Euro

       

      Und hier noch einmal als vollständige Formel:

       

      Umlaufvermögen (115.000 Euro) – liquide Mittel (30.000 Euro) – kurzfristige Verbindlichkeiten (28.000) = 57.000 Euro Net Working Capital

      Net Working Capital verbessern – aber wie?

      Vielleicht stellen Sie nach der Berechnung Ihres Net Working Capitals fest, dass es sich im negativen Bereich befindet – oder aber viel zu hoch ist. Dann geht es darum, die Bilanzkennzahl zu verbessern. Wie das geht? Wir haben zwei Tipps für Sie:

       

      Viele Unternehmen haben einen unnötig großen Lagerbestand, der zu viel Kapital bindet. Verringern sich die Lagerbestände bei gleichbleibenden Umsätzen, lässt sich das Net Work Capital verbessern.

       

      Für Ihre Kunden sind Rechnungen, die sie erst nach langer Zeit begleichen müssen, angenehm. Für Sie als Unternehmer bedeutet das jedoch häufig eine zu große Finanzlücke, die ihr Net Work Capital schmälert. Prüfen Sie, ob Sie Ihre Zahlungsziele verkürzen können.

      Eine Möglichkeit die Zahlungsziele für Sie zu verkürzen, ohne dabei das Zahlungsziel Ihres Kunden zu verändern, ist das Factoring. Dabei verkaufen Sie Ihre offene Forderung und erhalten von Ihr Geld bereits nach kürzester Zeit.

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