Free Cashflow: Was er bedeutet und wie Sie ihn berechnen

02. April 2022

Liquidität

Inhaltsübersicht

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      Viele Unternehmer haben ausschließlich ihren Gewinn im Blick. Dabei ist es genauso wichtig zu wissen, in welcher finanziellen Lage man sich befindet. Wie liquide ist das Unternehmen? Welche Mittel stehen für Ausschüttungen, Dividenden und Tilgungen zur Verfügung?

      Das verrät Ihnen der Free Cashflow.

      Was ist der Free Cashflow?

      Im Laufe eines Jahres hat jedes Unternehmen Einnahmen und Ausgaben. Der Free Cashflow – auch freier Cashflow oder freier Geldstrom genannt – beschreibt die Geldmittel, die nach Abzug aller Ausgaben am Ende einer Periode übrigbleiben. Dieses Geld wird weder für das operative Geschäft noch für Investitionen benötigt. Unternehmen können den Free Cashflow für Ausschüttungen, Dividenden und Tilgungen nutzen oder um Aktien zurückzukaufen. Die Kennzahl ist also nicht nur für das Unternehmen selbst wichtig, sondern auch für Aktieninhaber und Investoren.

       

      Das Besondere am Free Cashflow: Die Kennzahl kann nicht manipuliert werden, da es sich bei der Berechnung um tatsächliche Geldmittel handelt, die nicht aus der Bilanz kommen.

      Kurz zusammengefasst:

       

      Mit dem Free Cashflow können Unternehmen in ihr Wachstum investieren, Schulden begleichen, Aktien zurückkaufen oder Investoren Geld ausschütten.

      Wie berechnet man den Free Cashflow?

      Der Free Cashflow lässt sich auf zwei Arten berechnen: mit der indirekten und der direkten Methode.

       

      Indirekte Methode:

      • Im ersten Schritt ermitteln Sie den operativen Cashflow. Dafür benötigen Sie Ihren Jahresabschluss, zu dem sie alle nicht zahlungswirksamen Aufwendungen wie Abschreibungen und Rückstellungen hinzurechnen und alle nicht zahlungswirksamen Erträge abziehen:

       

      Jahresüberschuss
      + nicht zahlungswirksame Aufwendungen
      – nicht zahlungswirksame Erträge
      = Operativer Cashflow

       

      • Im zweiten Schritt ziehen Sie den Cashflow aus Investitionstätigkeit ab.
        Das Ergebnis ist der Free Cashflow.

       

       

      Direkte Methode:

      • Im ersten Schritt ziehen Sie die zahlungswirksamen Aufwendungen von den zahlungswirksamen Erträgen ab. So erhalten Sie den operativen Cashflow.

       

      • Im zweiten Schritt subtrahieren Sie den Cashflow aus Investitionstätigkeit und erhalten so den Free Cashflow.

       

      Wie hoch sollte der Free Cashflow sein?

      Die exakte Höhe des optimalen Free Cashflows kann nicht pauschal angegeben werden. Hier spielen viele verschiedene Faktoren wie die Größe des Unternehmens, die Verkaufszahlen und Zahlungsverpflichtungen eine Rolle.

       

      Grundsätzlich gilt es, einen negativen Free Cashflow zu verhindern. Andernfalls müssen Unternehmen häufig zusätzliche Kredite aufnehmen oder an die Eigenkapitalreserven gehen. Die Konsequenz daraus: Die Liquidität des Unternehmens sinkt.

      Free Cashflow verbessern – mit diesen Tipps!

      Wer seinen Free Cashflow berechnet, stellt häufig fest, dass Verbesserungspotenzial vorhanden ist. Aber wie kann man einen negativen Free Cashflow vermeiden?

       

      Wir haben einige Tipps für Sie zusammengefasst:

       

      • Vorleistung möglichst verhindern

      Eine Möglichkeit ist es, den Zeitpunkt des Einkaufs von Materialien und die Aufwendung von Herstellungskosten ungefähr mit dem Zeitpunkt des Produktverkaufs zusammenzulegen.  

       

      • Fristen aufeinander abstimmen

      Die Länge Zahlungsziele der Kundenrechnungen sollten ähnlich sein wie die Zahlungsfristen, die Sie selbst von Ihren Lieferanten gesetzt bekommen. Damit lässt sich eine Unausgeglichenheit der Zeitpunkte von Ein- und Ausgaben vermeiden.

       

      • Sparsam wirtschaften

      Unternehmer sollten versuchen, ihre Produktionskosten so gering wie möglich zu halten. Auch Materialien sollten zu günstigen Einkaufspreisen erworben werden.

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